Segmental Wall Motion bei Philips
KI-gestütztes Tool zur objektiven Beurteilung der regionalen linksventrikulären
Wandbewegung
Segmental Wall Motion (SWM) ist eine KI-gestützte Funktion, die den Arzt bei der Beurteilung der Bewegung des linken Herzmuskels unterstützt.
Bei jedem Herzschlag zieht sich die linke Herzkammer zusammen. Nach einem Herzinfarkt oder bei einer Durchblutungsstörung bewegen sich einzelne Bereiche der Herzwand jedoch oft nicht mehr normal. Diese Veränderungen sind mit bloßem Auge manchmal schwer zu beurteilen und hängen stark von der Erfahrung des Untersuchers ab.
SWM analysiert diese Wandbewegungen automatisch und liefert eine objektive, standardisierte Bewertung. So erhält der Arzt eine zuverlässige Entscheidungshilfe – die medizinische Beurteilung bleibt selbstverständlich weiterhin beim Arzt.
Wie funktioniert SWM?
Die künstliche Intelligenz analysiert automatisch die Bewegung der 17 standardisierten Herzsegmente.
Jedes Segment wird einer von drei Kategorien zugeordnet:
🟢 Grün: normale Bewegung
🟡 Gelb: verminderte Bewegung (hypokinetisch)
🔴 Rot: keine Bewegung (akinetisch)
Das Ergebnis wird übersichtlich als sogenanntes Bullseye-Diagramm dargestellt. Zusätzlich berechnet das System den Segmental Wall Motion Index (SWI), der die Gesamtfunktion der regionalen Wandbewegung zusammenfasst.
Falls erforderlich, kann der Arzt jede Bewertung jederzeit manuell anpassen.
Wichtig: SWM ersetzt keine ärztliche Diagnose. Es liefert objektive Vorschläge und unterstützt den Arzt dabei, Veränderungen schneller und sicherer zu erkennen.
Welchen klinischen Nutzen bietet SWM?
SWM bietet mehrere Vorteile im klinischen Alltag:
- Mehr Konsistenz: Die Beurteilung wird standardisierter und weniger abhängig von Erfahrung oder Tagesform des Untersuchers.
- Mehr Sicherheit: Auffällige Bereiche werden farblich hervorgehoben und sind dadurch schneller erkennbar.
- Mehr Effizienz: Die Analyse erfolgt automatisch, ohne zusätzliche Messschritte.
- Bessere Vergleichbarkeit: Veränderungen lassen sich bei Verlaufskontrollen, beispielsweise vor und nach einem Herzinfarkt, einfacher vergleichen.
Ein besonderer Vorteil ist, dass regionale Wandbewegungsstörungen wichtige Hinweise auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen geben. Diese wurden bisher überwiegend subjektiv beurteilt. Mit SWM steht erstmals eine KI-gestützte, quantifizierbare und standardisierte Analyse zur Verfügung – aktuell einzigartig auf dem Markt.
Typische Einsatzbereiche
SWM eignet sich insbesondere für:
- Routineuntersuchungen des Herzens mittels transthorakaler Echokardiographie (TTE)
- Patienten mit Verdacht auf Herzinfarkt oder Durchblutungsstörungen (Ischämie)
- Verlaufskontrollen nach einem Herzinfarkt (z. B. nach einem STEMI)
- Unterstützung weniger erfahrener Untersucher durch eine objektive Zweitbewertung
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