Anatomischer M-Mode (AMM)
Der Anatomische M-Mode (auch Anatomical M-Mode) ist eine Erweiterung des konventionellen M-Mode (Motion Mode) in der diagnostischen Sonographie. Im Gegensatz zum Standard-M-Mode ermöglicht er eine winkelunabhängige Schnittführung entlang frei definierbarer Linien im zweidimensionalen B-Bild.
Technische Merkmale
Beim klassischen M-Mode ist die Messlinie an die Ausrichtung des Ultraschallsignals gebunden. Der Anatomische M-Mode verarbeitet gespeicherte B-Bild-Datensätze digital und erlaubt das Anlegen einer oder mehrerer Schnittlinien in beliebiger Orientierung.
Hauptmerkmale umfassen:
Freie Schnittlinienwahl: Ausrichtung der Messlinie unabhängig von der Sondenposition.
Multi-Line M-Mode: Simultane Analyse mehrerer Bewegungsabläufe in einem einzigen Bildframe.
Bewegungsanalyse: Exakte zeitliche und räumliche Erfassung von Wandbewegungen, Klappenrekonstruktionen oder Gefäßpulsatilitäten.
Anwendungsbereiche
Eingesetzt wird das Verfahren insbesondere bei schwierigen Schallellen oder verlagerten Organstrukturen, etwa zur präzisen Wanddicken- und Durchmesserbestimmung in der Kardiologie sowie zur Ermittlung von Gefäßwandbewegungen.
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